Neben der Aussaat und Pflanzung von Gemüse und Kräutern dürfen im April auch die Ziergehölze und Blumen nicht vergessen werden.
So wollen jetzt Kirschlorbeerbüsche gepflanzt werden. Sommeraster, Löwenmaul, Levkoje, Ziertabak und Sommerphlox säen Sie in Töpfe
auf der Fensterbank. Die weniger empfindlichen einjährigen Sommerblumen kommen gleich in den Garten.
Wenn Sie Kokohum-Blumenerde verwenden, macht auch das Gärtnern in Töpfen richtig Spaß. Einige Balkonblumen müssen Sie noch
rechtzeitig vor dem Austrieb in Kästen setzen. Dabei entferne Sie gleich alle abgestorbenen und kranken Pflanzenteile. Bei den
Fuchsien und Geranien werden die Wurzeln eingekürzt und die Triebe auf 3 bis 5 Augen zurück geschnitten. Nur Hängegeranien schneiden
Sie bitte nie zurück, die mögen das nicht.
Zimmerpflanzen und alle Balkon- und Terrassenpflanzen in Töpfen, Kübeln und Kästen versorgen Sie zwei- bis dreimal im Jahr mit
Topfpflanzendünger, beim Umtopfen mischen Sie den gleich mit ins Pflanzsubstrat ein. Ansonsten düngen Sie dann wöchentlich mit
Flüssigdünger. Die Geranien werden ab Anfang Mai wöchentlich mit Geraniendünger versorgt, dann blühen die bis in den Herbst hinein.
Zimmerpflanzen nur zu gießen, reicht auf Dauer nicht aus. Früher oder später werden sie verhungern. Sorgen Sie deshalb von Anfang
an für eine regelmäßige, dabei aber art- und bedarfsgerechte Zufuhr von Nährstoffen. Nur von November bis Februar sollten Sie ihre
Zimmerpflanzen, mit Ausnahme der Winterblüher nicht oder nur sehr zurückhaltend düngen.
Wenn Sie bei der Düngung ihrer Zimmerpflanzen nichts falsch und sich nicht unnötig Arbeit machen wollen, gibt es eigentlich nur
eine Lösung; Mit organischem Düngemittel können Sie nämlich alle Pflanzen gleichermaßen gut ernähren. Das ausgewogene
Hauptnährstoffverhältnis sowie die enthaltenen Spurenelemente und wuchsfördernden Substanzen sorgen für eine ausgeglichene Ernährung.
Am gesunden Wachstum der Pflanzen und einer schönen Blütenausbildung erkennen Sie die Wirkung. Probleme durch Überdüngung oder
Anreicherung schädlicher Salze werden Sie nicht bekommen. Und zusätzliche Arbeit gibt es auch nicht. Denn Flüssigdünger, geben Sie
einfach einmal wöchentlich ins Gießwasser.
Zu einem schönen Garten gehört auch ein schöner Rasen. Dicht und grün muss der sein, aber auch robust und strapazierfähig.
Trotzdem darf er nicht zu viel Arbeit machen. Was haben Sie bei ihren Rasen schon alles ausprobiert? Sollten Sie feststellen, dass
Ihr Rasenboden viel zu sauer ist, nehmen Sie eine Gesundungskalkung vor. Das hat schon viel gebracht. Durch das angeregte Bodenleben
können Sie jetzt ohne weiteres beim Mähen den Rasenschnitt als Mulch liegen lassen. Die Bodenorganismen putzen alles weg.
Bei den Düngemitteln hat Rasendünger am besten abgeschnitten. Der hält länger vor, das Gras wächst nicht so schnell in die Höhe,
dafür aber um so dichter, und Ihr Rasen erhält eine schöne sattgrüne Farbe.
Wussten Sie übrigens, dass der Rasen auf Eisenmangel sehr empfindlich reagiert? Erkennen können Sie dies an den gelben Flecken.
Vor allem im Frühjahr, nach dem ersten Mähen, ist es besonders deutlich: Das Gras will einfach nicht überall einheitlich grün
durchwachsen. Doch auch dieses Problem kann leicht beseitigt werden: Sie nehmen Eisen-Blattdünger. Den spritzen Sie im Frühjahr
einmal direkt auf den Rasen und ruckzuck wird er wieder schön grün.
Haben Sie eine sonnige Ecke des Rasens zur Blumenwiese umfunktioniert, so düngen Sie diese nicht und mähen diese nur ein- bis
zweimal jährlich. Sie glauben gar nicht, was das da wimmelt an Schmetterlingen, Hummeln, Schwebfliegen und anderen Insekten.
Der Rasen hat es nicht leicht: Bei jedem Betreten wird er stark belastet, Halme werden umgeknickt und der Boden immer mehr
verfestigt. Nach jedem Mähen müssen die Gräser neue Blattmasse bilden. Dann wird auch noch das Schnittgut entfernt. Das alles
kostet viel Kraft. Moos und Wurzelfilz gewinnen die Oberhand. Doch was passiert, wenn Sie nun versuchen, dem Rasen mit ordentlich
viel Dünger und vor allem mit mineralischem, schnell löslichen Stickstoff auf die Sprünge zu helfen? Die Gräser werden für kurze
Zeit noch schneller wachsen. Sie werden noch häufiger mähen müssen, ein Teufelskreis und danach wieder das gleiche Problem.
Abhilfe schafft hier nur der richtige Dünger, der ein dichtes Wurzelwerk fördert, seine organisch gebundenen Nährstoffe stetig,
aber langsam freigesetzt. Das Längenwachstum der Gräser wird somit begrenzt. Folglich müssen Sie weniger häufig mähen. Die im
Dünger" enthaltenen Bodenbelebenden Mikroorganismen fördern die Rückwandlung von Schnittgut, aber auch Moos und Wurzelfilz, in
Humus und natürliche Pflanzennahrung. Und damit die Gräser auch gegen Trockenheit und Frost widerstandsfähiger werden, sollte der
Dünger eine ausreichende Menge pflanzlichen Kaliums enthalten. Wenn Sie also Ihr grünes Wunder erleben wollen, düngen Sie einmal
im März/April und einmal im August/September.
Rosen sind die „Diamanten" unseres Gartens, da darf bei der Pflege nichts schief gehen. Schneiden Sie grundsätzlich im Frühjahr,
nachdem Sie sie abgehäufelt haben. Zunächst kommen die erfrorenen, dünnen und überalterten Triebe raus. Bei den Beetrosen schneiden
Sie die übrigen Triebe dann auf drei bis sechs Augen zurück. Damit Ihre Rosen ordentlich Knospen ansetzen und schön blühen, bekommen
sie jedes Jahr um diese Zeit Rosendünger. Nur bei Bedarf geben Sie dann etwas später noch eine Blattdüngung hinzu, wenn die jungen
Blätter aufgehellt sind und dabei dunkelgrüne Blattadern haben, oder wenn der Neuaustrieb schwach ist. Dann helfen Sie mit
Eisen-Blattdünger für Zierpflanzen und -gehölze nach, denn dies ist ein typisches Zeichen für Eisenmangel.
Diese Eisenmangelsymptome kennt man auch bei Rhododendren. Mit einer Blattdüngung sind die aber auch hier schnell behoben. Ebenso
kann es bei Rhododendren, Azaleen und anderen Moorbeetpflanzen leicht zu einem Mangel an Mangan und Magnesium kommen. Dem beugen Sie
mit Urgesteinsmehl vor. Blütenwunder sind von April bis Juni zu erwarten! Und dabei geben Sie pro Quadratmeter nicht mehr als sechs
gehäufte Esslöffel, einmal jetzt im Frühjahr und dann noch einmal im Sommer.
Probleme können Dickmaulrüsslern an den Rhododendren bringen, die diese hässlichen Kerben in die Blattränder fressen. Das
allabendliche Absammeln der Käfer im Schein der Taschenlampe reichte allein nicht aus. Bringen Sie nun Nematoden gegen die Larven
in den Boden Sie haben endlich Ruhe vor den Viechern.
Richtig düngen ist nicht immer einfach. Dabei ist es nicht nur das "Wie viel" oder „Wie oft". So benötigen beispielsweise
Koniferen einen stickstoffbetonten Dünger, Beerenobst braucht vor allem Kali und bei Blütenpflanzen spielt der Anteil an Phosphat
eine große Rolle. Organische Spezialdünger sind ganz auf die individuellen Ansprüche der verschiedenen Kulturen ausgerichtet. Dazu
kommen ihre Langzeitwirkung und spezielle, das Bodenleben aktivierende Eigenschaften. Mit diesen Düngern können Sie nichts falsch
machen. So gibt es auch einen organischen Spezialdünger für Rhododendren, Azaleen und andere so genannte Moorbeet- und Heidepflanzen.
Diese Pflanzen wachsen, grünen und blühen am besten, wenn man sie mit einem stickstoffbetonten Dünger mit Magnesium, Eisen und
anderen unentbehrlichen Spurenelementen sowie ausreichend Phosphat versorgt. Aber, aufgepasst: Der Dünger muss nahezu salzfrei sein,
denn diese Pflanzengruppe ist äußerst salzempfindlich. Düngen Sie Ihre Rhododendren zweimal pro Jahr, einmal im zeitigen Frühjahr
und dann noch einmal im Sommer, das reicht aus.
Ihre Koniferen haben den Winter wieder gut überstanden? Wenn nicht versuchen Sie es mit Tannendünger! Düngen Sie damit immer
Anfang April alle Fichten, Tannen, Kiefern, den Wachholder, die Lärche und auch die Eibenhecke. Mit diesem Dünger beugen Sie auch
die Braunfärbung vor. Haben Sie Probleme mit der Sitka-Fichtenlaus (bei einigen Bäumen sind die älteren Nadeln schon gelb und
braun verfärbt)? Spritzen Sie rechtzeitig ein nützlingsschonendes Schädlingesmittel natürlichen Ursprungs. Kontrollieren
Sie Ihre Fichten regelmäßig auf Befall, bei milden Wintern bereits ab Februar. Dazu legen Sie ein weißes Tuch auf die unteren
Zweige und klopfen mit einem Stock auf die Zweige darüber. Finden Sie auf dem Tuch kleine grüne Läuse mit roten Augen, kriegt der
Baum sofort eine gründliche Dusche.
Warum ein oder dieses Schädlingesmittel nehmen? Nun, das tötet zwar die Schädlinge, lässt aber die Nützlinge am Leben.
Und je mehr nützliche Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen Sie in Ihrem Garten haben, desto weniger Probleme haben Sie mit
den Schädlingen.
Übrigens: Je vielseitiger die Bepflanzung mit Laub- und Nadelgehölzen ist, desto mehr Unterschlupf, Nistplätze und Nahrung können
Vögel und andere nützliche Tiere im Garten finden.
Im Gemüsegarten beginnt die Erntezeit: Aus Ihrer Anzucht im Frühbeet können Sie die Küche bereits mit Kresse, Salat, Radieschen,
Kohlrabi sowie den verschiedensten Kräutern beliefern. Unter Folie säen Sie jetzt Salat, Blumenkohl, Brokkoli, Lauch und Sellerie
aus. Ein wenig später folgen dann Fenchel, Rosenkohl und Grünkohl. Auch Ihre vorgekeimten Bohnen müssen jetzt ausgesät werden. Auf
die offenen Beete kommen Eissalat, Rote Bete, Möhren und Rosenkohl. Kopfsalat und die Kohlarten können gepflanzt werden. Auch für
die Kartoffeln wird es Zeit. Sie können sie reihenweise in Mischkultur mit Bohnen, Kohlrabi und Spinat pflanzen. Wenn zwischen den
Gurken, Möhren oder der Roten Bete noch ein wenig Platz ist, stecken Sie hier noch ein paar Zwiebeln.
Gegen Ende des Monats ist die Folie oder Abdeckungen in Frühbeeten nicht mehr nötig, statt dessen legen Sie dann ein Fliegen
Netz über die Beete. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, die Ränder mit Erde zu beschweren. Sonst schlüpft doch noch ein
Schädling hinein. Einfacher kann man seine Pflanzen nicht vor Schädlingen schützen. Möhren, Rettich, Kohl, Zwiebeln, Porree,
Sellerie, Radieschen, Bohnen und Petersilie werden häufig von Maden befallen, den Larven von Gemüsefliegen. Überspannen Sie deshalb
vorbeugend Ihre Beete bereits ab April mit dem engmaschigen Fliegennetz. So verhindern Sie die Eiablage der Schädlinge in
Pflanzennähe bzw. an die Wurzelhälse der Jungpflanzen. Schmetterlingsraupen wie Kohleule, Lauchmotte, Kohlweißling und Kohlschabe
sowie Gemüsemaden wie Bohnenfliege, Rettichfliege, Zwiebelfliege und auch andere Schädlinge wie Blattläuse können Ihrem Gemüse dann
nichts mehr anhaben. Gleichzeitig vermindert dieses Kulturschutznetz auch Schäden durch Hagel und Wolkenbrüche und verhindert Wild-
und Vogelfraß. Während Chinakohl, Radies und Rettich von Anfang bis Ende der Kulturzeit abgedeckt werden sollten, reicht bei Kohl
in der Regel ein Abdecken während der Anzucht, in der empfindlichen Jugendphase und der Zeit des Schädlingsauftretens aus. Selbst
wenn die Netze zu spät aufgelegt oder überspannt werden und es bereits zur Eiablage und Verpuppung von Gemüsefliegen gekommen ist,
kann die Kultur noch geschützt werden. Das Netz bewirkt eine Störung des Paarungs- und Kopulationsverhaltens der ausgeschlüpften
Schädlinge, so dass es meist nur noch zur Ablage unbefruchteter Eier kommt.
Alle jungen Gemüsepflanzen, die nicht unter dem Schutznetz Platz finden, stärken Sie gleich nach dem Auflaufen oder Auspflanzen
vorbeugend mit Biogemüse-Streumittel. So fallen auch die nicht den Maden zum Opfer.
Das Schönste im Garten ist nun zur Zeit gerade die Kirschblüte. Hier müssen Sie jetzt noch einmal ein Pflanzenstärkungsmittel
zur Erhöhung der Widerstandskraft und zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten spritzen. Dies machen Sie bei den Kirschen dreimal
jährlich: einmal vor der Blüte, dann in die volle Blüte und in die abgehende Blüte. Das hat sich als Vorbeugung gegen die
Monilia-Spitzendürre hervorragend bewährt.
Bevor die Wachstumsphase beginnt, müssen noch einige Zimmer- und Balkonpflanzen umgetopft werden. Probieren Sie es einmal mit
einer neuen torffreien Blumenerde, aus Kokosnussfasern aus. Das Kokohum, so heißt diese Erde, ist gepresst zu kleinen, handlichen
Briketts, die sind kaum schwerer als ein Paket Kaffeebohnen. Aus einem einzigen solchen Brikett kann man 7 Liter Pflanzsubstrat
gewinnen! Einfach vier Liter Wasser in einen Eimer gefüllt, Kokohum-Brikett rein, etwa eine viertel Stunde quellen lassen und
dann etwas mit der Hand auflockern fertig ist die Blumenerde. Das grenzt doch fast an Zauberei, oder? Für Aussaaten und zum
Pikieren reichen die Nährstoffe darin, für Ihre Topfpflanzen mischen Sie allerdings vor dem Eintopfen noch Topfpflanzendünger
darunter.
Blumenerde ganz ohne Torf, mit all den Eigenschaften, die für ein gesundes Pflanzenwachstum nötig sind und ebenso verwendbar
wie die herkömmlichen Torfkultursubstrate? Ja, die gibt es! Hergestellt aus Kokosfasern, einem bislang kaum genutzten Nebenprodukt,
das beim Abschälen der tropischen Nüsse in großen Mengen anfällt. Die feinen Fasern liefern nach ihrer Aufbereitung eine
hervorragende Blumenerde, die auch als Aussaat- und Pikiererde gut geeignet ist. „Kokohum" ist eine leichtorganisch vorgedüngte
Erde, die sich durch eine hohe Struktur- und Faserstabilität auszeichnet. Sie gibt den Pflanzen Halt, ohne dass das Substrat beim
Gießen verschlämmt. Dabei begünstigt der hohe Anteil luftführender Poren ein kräftiges Wurzelwachstum. Die schwammartige
Beschaffenheit der Erde sorgt für ein hohes Wasserhaltevermögen und verhindert ein schnelles Austrocknen. „Kokohum" ist für alle
Pflanzenarten geeignet. Der besondere Clou am Kokohum aber ist sein geringes Gewicht. Die Kokosfasern sind zu kleinen, handlichen
Briketts gepresst, die fast kein Wasser enthalten. Obwohl so ein Brikett nur etwa 650 g wiegt, ergibt es - eingeweicht in vier
Liter Wasser - ganze sieben Liter Blumenerde.
Es geht also auch ohne Torf. „Kokohum" - die neue Blumenerde aus torffreien, nachwachsenden Rohstoffen ist eine vollwertige,
natürliche Ressourcen schonende Alternative zu herkömmlichen Pflanzsubstraten. Probieren Sie es aus. Sie werden begeistert sein.
Natürlich sind Sie zunächst skeptisch, wie Ihre Pflanzen auf dieses neue Substrat reagieren werden. Versuchen Sie es also erst
einmal mit einer Grünlilie und ein paar Geranien. Das Resultat ist absolut überzeugend: Das Eintopfen ging noch nie so leicht,
das Gießwasser zieht schön gleichmäßig ein, und die Pflanzen entwickeln sich prächtig! Ebenso gute Erfolge machen Sie übrigens
mit dem Kokohum als Aussaat- und Pikiererde. So ziehen Sie jetzt alle Ihre Sommerblumen und Stauden vor. Und sogar mit den
Tomaten- und Paprikapflanzen klappt das prima. Von den Geranien und Fuchsien nehmen Sie jetzt wieder Kopfstecklinge. Die
Stecklinge pflanzen Sie direkt in das aufgequollene Kokohum.
Die Zimmerpflanzen brauchen jetzt wieder regelmäßig Nahrung. Einmal pro Woche geben Sie dazu einen Schuss Flüssigdünger ins
Gießwasser. Das macht am wenigsten Aufwand, und die Pflanzen gedeihen prächtig.