Hochsommerliche Hitze, im Liegestuhl unterm Apfelbaum aber sehr gut zu ertragen. Die Äpfel werden bald reif sein, die Sauerkirschen
sind es schon. Brombeeren tragen in diesem Jahr besonders gut, und die Früchte schmecken hervorragend. Also stimmt es doch, dass sich
eine richtige Düngung sogar auf den Geschmack auswirken kann.
An allen Beerensträuchern schneiden Sie gleich nach der Ernte die überalterten, abgetragenen Triebe heraus. In diesem Monat ist die
beste Zeit ein neues Erdbeerbeet zu pflanzen. Dazu nehmen Sie von den Altpflanzen die kräftigsten Ausläufer.
Im Gemüsegarten kommen Sie nun mit dem Ernten kaum mehr nach. Stangenbohnen, Möhren, Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Rettich,
Rotkohl, Blumenkohl - Sie sind die reinsten Selbstversorger geworden. Für die Herbst- und Winterernte säen und pflanzen Sie gleich
wieder Folgekulturen: Salate, Rettich und Radieschen, Spinat und Winterportulak.
Die vielen jetzt anfallenden Obst- und Gemüsereste kommen in Thermo - Komposter. Im großen Silo kompostieren Sie mit Schreddermaterial
und Radivit, im kleinen Silo mit Würmern. Diese Wurmkompostierung klappt wunderbar, vor allem mit den weichen, feuchten Abfällen aus der
Küche.
Kompostwürmer erhalten Sie bei Ihrem Gartenfachhändler. Diese setzen Sie in Ihrem Kompostsilo aus und legen am besten noch zwei
Kokohum-Briketts dazu, damit es nicht zu feucht wird. Nun geben Sie Ihre organischen Abfälle dazu und streuen über jede neue Lage eine
Handvoll Kompostierer. Die Würmer fressen wie verrückt, und sie erzeugen Ihnen wunderbaren krümeligen Wurmhumus für Ihre Beete.
Magerer Boden, magere Ernte! Mit Ausnahme der Küchenkräuter gilt dies für alle unsere Kulturpflanzen im Garten. Also möglichst viel
düngen? Nein, nicht viel, dafür aber zur richtigen Zeit, richtig dosiert... und mit dem richtigen Dünger. Denn die Nährstoffansprüche
sind von Pflanze zu Pflanze sehr verschieden.
Nehmen wir zum Beispiel die Erdbeeren. Die benötigen eine Nährstoffzufuhr gleich nach der Ernte, oder jetzt im August/September bei
der Pflanzung. Das klingt. ungewöhnlich, hat sich aber bestens bewährt. Und wenn Sie dazu den Beerendünger nehmen, ist Ihnen eine
reichliche Ernte im nächsten Frühjahr, mit vollreifen, süßen Erdbeeren sicher. Denn der organische Beerendünger enthält eine
Nährstoffmischung mit viel Kalium, und er hat Langzeitwirkung. Auf Erdbeeren bzw. Beerenobst im allgemeinen, aber auch auf Obstbäume und
Tomaten, wirkt sich dies sehr vorteilhaft aus: Die Früchte gelangen zu voller Reife, Geschmack und Lagerfähigkeit werden positiv
beeinflusst.
Düngen Sie deshalb alle Ihre Obstbäume und Obststräucher im Spätsommer noch einmal mit Beerendünger. Die Pflanzen danken es Ihnen mit
vielen süßen Früchten im nächsten fahr. Streuen Sie den Dünger nicht um die Stämme herum, sondern im Kronentraufbereich, das reicht aus.
Sortenabhängig beginnt ab August die Ernte der Birnen. Grundsätzlich sollten Birnen hartreif geerntet werden, viele Birnensorten
schmecken mehlig, wenn sie zu lange am Baum hängen bleiben. Ein frühes Pflücken ist daher sinnvoll, die Birnen können drinnen langsam
nachreifen.
Den perfekten Erntezeitpunkt erkennt man am Drehtest. Dreht man die Birne am Ast um die eigene Achse und sie löst sich mühelos, dann
ist die Frucht pflückreif. Anschließend können Sie mit dem Kerntest die Reife nochmals überprüfen. Sind die Kerne braun ist es sicheres
Zeichen für die Reife. Sehr schnell reifen Früh- und Sommersorten, sie sollten direkt nach der Ernte innerhalb weniger Tage gegessen
werden.