Der Anbau in Mischkultur spielt in Gärten eine große Rolle. Vor allem auch wegen der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.
In das Frühbeet können Sie jetzt den vorgezogenen Kohlrabi und die Salate pflanzen. Reihenweise dazwischen werden Radieschen,
Rettich und Spinat gesät - jeweils ein wenig zeitlich versetzt, damit nicht alles auf einmal geerntet werden muss.
Wenn dann ab Ende April zwischen den Radieschen und den Rettichen die ersten Lücken entstehen, können hier als Nachfolgekultur
Kohl gepflanzt werden. Der Salat kann ab Mitte Mai durch Rote Bete ersetzt werden. Auf die frühen Rettiche können Möhren folgen.
Wo Spinat und Eissalat standen, können Sie dann Brokkoli pflanzen.
Auf einem weiteren Frühbeet haben Sie die Möglichkeit Anfang April Zuckererbsen aussäen. Bei den frühen Erbsen keimen Sie das
Saatgut immer in der Küche vor, so gut zwei Tage lang. Zwischen die Erbsenreihen können dann Radieschen, Kresse und Pflücksalat.
Hier sind als Folgekulturen im Juni Rosenkohl und Sellerie zu empfehlen.
Stangenbohnen dürfen in keinen Garten fehlen. Wegen der Frostgefahr überdecken Sie auch dieses Beet mit Folie, dann können Sie
schon Ende April die vorgekeimten Bohnen säen. Ein paar Zucchinipflanzen bedecken den Boden und nutzen die freie Fläche zwischen
den Stangen. Wenn die Bohnen sich schließen, sind die Untermieter bereits abgeerntet.
Jetzt kann's also richtig losgehen mit dem Säen und Pflanzen. Vorher aber stellen Sie immer mit dem Kalktest fest, ob und wie
viel Sie Ihre Beete kalken müssen. Kalkmangel und Bodenmüdigkeit hängen eng miteinander zusammen. Da sich der Kalkgehalt im Boden
durch den Entzug der Pflanzen und durch Auswaschung in den Unterboden verändern bzw. verringern kann, sollten Sie grundsätzlich
einmal im Jahr - am besten im Frühjahr - den Säuregrad (pH-Wert) des Bodens überprüfen.
Vom pH-Wert des Bodens hängt in starkem Maße ab, ob und inwieweit die im Boden vorhandenen Nährstoffe für die Pflanzen
verfügbar sind. Je saurer ein Boden wird, um so leichter lösen sich Schwermetalle und andere für das Pflanzenwachstum und die
Umwelt schädlichen Stoffe wie Blei, Cadmium und Aluminium. Sinkt der pH-Wert unter 5,5, so sterben fast alle wichtigen
Bodenbakterien ab. Pflanzennährstoffe werden nicht mehr umgesetzt, und die Bodenfruchtbarkeit nimmt rapide ab.
Zeigt Ihnen der „Kalktest", dass eine Kalkung notwendig ist, sollten Sie nicht irgendeinen Kalk ausbringen. Ob zur
„Gesundungskalkung" im Herbst oder zur „Erhaltungskalkung" im Frühjahr wenn Sie Ihren Boden nachhaltig verbessern und gleichzeitig
das Bodenleben fördern wollen, sollten Sie lieber einen milden und pflanzenverträglichen Kalk" nehmen. Dieser sollte
Azotobacter-Bakterien enthalten. Er hebt somit nicht nur den pH-Wert des Bodens an, sondern trägt gleichzeitig zu dessen Belebung
und Strukturverbesserung bei.
Nun erhalten noch alle mehrjährigen Pflanzen und die Beerensträucher ihren entsprechenden Spezialdünger.
Zum Schluss sei nicht zu vergessen, die Austriebsspritzung. Damit erwischen Sie die Überwinterungsstadien vieler Schädlinge -
die beste Vorbeugung gegen einen späteren Befall.