Erdbeeren und Rhabarber, Salat, Kohlrabi, Zucchini, Gurken, Erbsen, Spargel, Spitz- und Butterkohl, Frühkartoffeln und Möhren - mit
jedem Tag wird die Ernte reichhaltiger. Damit die Erdbeeren voll ausreifen können, Sollten Sie nun ein Gemüsefliegennetz darüber
spannen. Sonst ernten Ihnen die Vögel die schönsten Beeren vor der Nase weg. Sommerradieschen und Rote Bete müssen Sie jetzt vereinzeln,
sie werden langsam zu dicht. Zwischen den Bohnenreihen können Sie noch Bohnenkraut säen, so können Sie dieses dann gleichzeitig mit den
Bohnen ernten.
Rosenkohl und Porree werden nun ins Beet gesetzt, Blumenkohl für die Herbsternte ausgesät. Den Grünkohl für die Winterernte ziehen
Sie in Kisten vor, mit dem Weiß- und Wirsingkohl haben Sie noch Zeit bis Mitte August. Bis Ende Juni wollen aber noch ein paar Kürbisse
gepflanzt werden. Vergessen Sie auch das Ausgeizen der Tomaten nicht.
Die Arbeit im Gemüsegarten brächte nur halb so viel Spaß, wäre Sie nicht umgeben von bunter Blütenpracht. Rosen, Lilien, Levkojen,
Königskerze, Löwenmaul, Bartnelke, Lupine und Rittersporn - in Ihrem Garten sind jetzt wohl alle Farben vertreten. Stockrosen,
Maßliebchen, Goldlack, Fingerhut, Marienglockenblume und ein paar weitere zweijährige Blumen können sie im Laufe des Monats noch aussäen.
Nach der Blüte sind nun die frühlingsblühenden Sträucher zu schneiden. Auch die Obstgehölze scheinen einen Sommerschnitt nötig zu
haben, sonst geht im nächsten Jahr zu viel Kraft in das Gehölzwachstum anstatt in den Fruchtansatz. Zumindest sollten Sie an den Apfel-
und Birnbäumen die zu dichten Fruchtbüschel ausdünnen, so dass jeweils nur ein bis zwei Ansätze ausreifen. Sonst gibt es zwar viele,
aber eben nur kleine Früchte.
Nutzen Sie auch noch den Monat, um in Ihrem Garten die Obstmaden - Fanggürtel anzubringen und Brennnesseljauche anzusetzen. Die
Brennnesseljauche ist ein naturreines Kräuterpräparat aus getrockneten Brennnesseln. Sie fördert das Bodenleben und eine gesunde
Pflanzenernährung und hilft Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen bei ungünstigen Wachstumsbedingungen.
Erfahrene Gärtner stellen sich darauf ein, dass es im Sommer zu Schädlingsbefall kommen kann. Das ist ganz natürlich. Oft sind die
Gegenspieler so zahlreich, dass sich ein Eingreifen erübrigt. Oder die Pflanzen können den Befall ohne weiteres verkraften, zumindest
besser als die Nerven des Gärtners. Doch es gibt Ausnahmen.
Zum Beispiel, wenn die Kartoffelkäfer kommen, mit ihren dicken, madenförmigen orange- bis blutrot gefärbten Larven. Greift man
hier nicht rechtzeitig ein, ist ein Kahlfraß nicht auszuschließen. Ebenso wenig ist im Gemüse mit Minierfliegen und Rüsselkäfern zu
spaßen. Schützen Sie deshalb Ihre Kulturen.
Was machen Sie gegen Ameisen? Sie haben alles mögliche ausprobiert? Zum Beispiel verschiedene Kräuterfauchen? Hat denen überhaupt
nichts ausgemacht? Die Ameisenfallen aber, mit denen kann es funktionieren. Die sollten Sie auch mal probieren.
Die Königin ist für den Fortbestand eines Ameisenstaates maßgeblich. So ein Staat besteht oft aus mehreren, weit verzweigten Nestern im
Boden. Unter Wegen können sie zur echten Verletzungsgefahr werden, wenn die Platten zu wackeln beginnen und uneben werden.
Wenn Sie wirklich Ruhe vor den Ameisen haben wollen, müssen Sie etwas gegen den gesamten Staat einschließlich seiner Königin unternehmen,
so dass keine Nachkommen mehr produziert werden. Dieses Ziel erreichen Sie am einfachsten mit dem dieser Ameisenfalle.
Bei dieser neuartigen Ameisenfalle handelt es sich um eine nachfüllbare Köderdose mit zwei integrierten Vertiefungen, die als
Wirkstoffreservoir dienen. Ein transparenter Deckel ermöglicht Ihnen jederzeit eine Kontrolle der vorhandenen Lockstoffmenge. In die beiden
Schalen wird eine spezielle Köderlösung mit attraktiven Lock- und Fraßstoffen sowie einem natürlichen Wirkstoff (Borax) geträufelt. Die
Wirkstofflösung wird von den Ameisen begierig aufgenommen, ins Nest transportiert und hier an Arbeiterinnen, Larven die Königin verfüttert.
So kommt es zu einer vollständigen Tilgung des gesamten Ameisenstaates.
Auf der Terrasse und im Haus sprühen Sie in alle Ritzen und Fugen, aus denen immer wieder Ameisen hervorkrabbeln, Ameisenspray.
>Um ein Nest effektiv auszurotten sollten Sie es mit einer Ameisenfalle versuchen. Die Ameisen tragen den Wirkstoff mit ins Nest und
füttern Brut und Königin damit.
Stören Ihnen die Ameisen auch immer an den Obstbäumen, zumal sie hier ja auch die Blattläuse vor deren natürlichen Feinden schützen.
Legen Sie das ganze Jahr über, also nicht nur wie sonst üblich, im Herbst und Winter Raupenleimringe um die Stämme, kommen im Frühjahr und
Sommer keine Ameisen mehr auf die Bäume.
Apropos Obstbäume: Die jungen Blätter an Apfel und Birne sind jetzt extrem durch eine Schorfinfektion gefährdet! Insbesondere bei
regnerischem, warmem Wetter, wenn die Blätter einmal längere Zeit feucht bleiben. Bis Ende Juni sollten Sie deshalb noch weiterhin, so alle
sieben bis zehn Tage die Bäume spritzen. Bereits vor dem Austrieb sollten Sie mit diesen vorbeugenden Maßnahmen angefangen haben, denn mit
Schorf ist nicht zu spaßen. Deshalb sorgen Sie dafür, dass möglichst wenig Pilzsporen auf abgefallenen Blättern am Boden überwintern können.
Deshalb vernichten Sie das infizierte Laub immer.
Im Garten habe Sie ein paar unliebsame weitere Gäste entdeckt? Die Raupen von Kohlweißlingen! Aber noch sind die Fraßschäden minimal.
Behandeln Sie den befallenen Kohl gleich mit dem biologischen Raupenspritzmittel. Natürlich spritzen Sie nicht immer sofort, kaum dass Sie
eine Blattlaus sehen. Wovon sollten sich dann die Nützlinge ernähren! Erst wenn der Befall doch zu stark wird, greifen Sie ein.