Von Anfang März bis Ende September verbietet das Bundesnaturschutzgesetz radikale Rückschnitte von Hecken. Es ist die Zeit in der
Vögel ihren Nachwuchs in den Hecken aufziehen. Ein Frühjahrsschnitt sollte also bis spätestens Anfang März erfolgen. Der Sommerschnitt
sollte nur als Formschnitt ausgeführt werden, wenn das Hauptwachstum der Hecke abgeschlossen ist.
Für den Formschnitt sollte ein bedeckter, trockenen Tag gewählt werdn, zu viel Sonne stresst die frisch geschnittenen Triebe und
kann zu Verbrennungen führen. Scheiden Sie die Hecke nach oben hin etwas schmaler, dadurch gelangt mehr Sonnenlicht in die untere Hecke,
die Zweige verdichten sich und die Hecke ist gleichförmig grün.
In Ihrem Garten ist noch immer Hochsaison. Das Ernten der Erdbeeren und Süßkirschen sowie der Stachel-, Johannis- und Himbeeren hat
begonnen (nach dem Motto: eins in den Korb, eins in den Mund). Bohnen und Erbsen sind jetzt auch zu pflücken. Neben Kartoffeln, Möhren
und Zwiebeln sind mittlerweile auch Zucchini, Fenchel, Gurken und Kohl erntereif.
Hier und da müssen die Beete mit Schnellkompost nachgemulcht werden. Auf freiwerdenden Flächen können Sie noch Kohl, Kohlrabi,
Endivien, Schnitt- und Feldsalat, Spinat und Gurken aussäen bzw. pflanzen. Ab Monatsende können dann auch schon Frühlingszwiebeln
gesteckt werden. Auf einige Beete kommen nun Phacelia oder Gelbsenf als Gründünger, damit sich hier der Boden wieder erholen kann.
Wenn es dieses Jahr wieder so feucht - warmes Wetter gibt, sollten Sie auf die Tomaten achten, die sonst an Kraut- und Braunfäule
eingehen könnten. Sollte dies der Fall sein, spritzen Sie dann gleich alle 10-14 Tage mit einem Spritzpulver mit Kupferoxychlorid.
Im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse überall muss jetzt tüchtig gegossen werden. Bei den Topfpflanzen verbinde Sie das gleich
mit der Düngung. Doch auch die Obstbäume und Gemüsepflanzen mit höheren Nährstoffbedarf erhalten jetzt noch einmal Dünger. Die Tomaten
und die abgeernteten Beerensträucher bekommen Dünger. Auch die Sommerblumen und Beetstauden sowie alle Blütengehölze düngen Sie am
besten im Sommer noch einmal.
Am Flieder und Rhododendron sind die verwelkten Blütenstände abzuschneiden, ebenso bei den Stauden. Auch bei den Wicken sollten Sie
sich die Mühe machen, denn ein Samenansatz verhindert hier die Entwicklung weiterer Blütenknospen.