Der Garten in den Jahreszeiten

Nach den Eisheiligen können erste Jungpflanzen an die frische Luft, erstes Gemüse kann draußen ausgesät werden. Dalien und Gladiolen können nun in den Boden. Der Rasen kann vertikutiert und Ziersträucher durch Stecklinge vermehrt werden. Baumscheiben sollte gepflegt werden. Ein dichter Bewuchs um den Stamm fördert Kragenfäule, Rasen sollte im Obstgarten deshalb möglichst kurz gehalten werden.

Verwelkte Tulpenköpfe werden abgeschnitten, die Stiele bleiben bis der Saft zurück in die Zwieben ist. Für die Winterernte werden jetzt Porree und Rosenkohl gepflanzt, auf regelmäßigen Standortwechsel sollte zur Vorbeugung von Pilzinfektionen geachtet werden.

Gartenmonat Mai

Das Frühjahr im Garten

Regelmäßige Pflege von Rasenflächen

Frühjahr

Prachtvolle Pfingstrosen, elegante Schwertlilien, zierliche Akelei und vielfarbige Lupinen, so präsentiert sich Ihr Staudenbeet im Mai. Dahinter die erntereifen Gemüsebeete mit Kohlrabi, Salat, Radieschen, Spargel und Sie können es kaum abwarten, Rhabarber für den Nachtisch. Auch Kräuter gibt's jetzt reichlich.

Für Sie als Gärtner beginnt ja nun die schönste Jahreszeit. Endlich wird es wärmer, alles sprießt und blüht - da macht es richtig Spaß, im Garten zu arbeiten. Und zu tun gibt es hier jetzt einiges. Als Ausgleich wird dafür, wenn das Wetter mitspielt, wieder auf dem Balkon gefrühstückt und der Abend auf der Terrasse verbracht.

Auf Ihrem Balkon haben Sie es gern bunt und üppig? Geranien und Fuchsien kombinieren Sie hier mit Petunien, feuerrotem Ziertabak, gelb blühendem Pfennigkraut und Leberbalsam. Auf der Terrasse schaffen Sie gern etwas südliche Stimmung: In einer schattigen Ecke wachsen Schönmalve, Goldorange und Kamelie. Der Oleander dagegen braucht nicht nur viel Wasser und Dünger, sondern vor allem auch sehr viel Sonne und Wärme, sonst blüht er nicht. Auch die Zitronen- und Orangenbäumchen vertragen Hitze gut. In ein paar schöne Keramikgefäße fühlen sich duftenden Rosmarin, Lavendel und Thymian wohl.

Sobald die Eisheiligen überstanden sind, bringen Sie alle Ihre Balkon- und Terrassenpflanzen aus dem Überwinterungsquartier nach draußen. Damit sie einen guten Start haben, erhalten sie gleich Balkonpflanzendünger. Später geben Sie dann beim Gießen einmal wöchentlich Flüssigdünger und für die Geranien einen entsprechenden Dünger hinzu.

Geranien und auch so manche andere Pflanzen auf Balkon und Terrasse sind wahre Vielfraße, was die Nährstoffe angeht. Sie blühen nur dann üppig und lange, wenn sie ausreichend ernährt werden.

Genau auf ihre Ansprüche abgestimmt ist Geranien - Dünger. Nicht nur, dass die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium im richtigen Verhältnis enthalten sind (NPK 3,5-2-6), es sind auch jede Menge Spurenelemente drin. Und die brauchen die Pflanzen genauso nötig wie die Hauptnährelemente, nur eben in geringeren Mengen. Dazu kommen noch viele wuchsfördernde Substanzen, die für ein gesundes Wachstum wichtig sind.

Geranien - Dünger ernährt nicht nur Geranien, sondern ist auch für alle anderen Balkon- und Kübelpflanzen gut geeignet. Und darüber hinaus werden auch noch die Mikroorganismen im Boden mit ernährt. Sie können sich gut entwickeln und spielen eine entscheidende Rolle bei einem aktiven, gesunden Bodenleben. Schädliche Bodenorganismen haben so geringere Chancen. Und Sie werden das Ergebnis erleben: üppige Blütenpracht bis in den Herbst hinein.

Wenn Birn- und Apfelbäume blühen, Rotbuche und Linde ihr Laub entfalten und Fichte und Tanne ihren Maitrieb, dann haben Ihre Kirschbäume bald ausgeblüht. Zu diesem Zeitpunkt spritzen Sie noch einmal vorbeugend ein Pflanzenstärkungsmittel gegen die Monilia-Spitzendürre. Die erste Spritzung haben haben Sie aber hoffentlich bereits beim Sichtbarwerden der ersten Blüten gespritzt, da dann die Infektionsgefahr am größten ist?

Sobald dann die ersten Kirschen beginnen gelb zu werden, hängen Sie wieder Kirschfliegenfallen in die Bäume. Erst kurz vor der Ernte nehmen Sie diese wieder ab. Der Aufwand lohnt sich Ihre Kirschen bleiben so fast immer madenfrei.

Überhaupt kann man sich mit Fallen eine Menge Ärger ersparen. So ist es empfehlenswert ab Mitte Mai auch wieder Apfelwicklerfallen aufzuhängen die mit den Sexuallockstoffen für die Schädlingsmännchen ausgestattet sind.

Alle Ihre Obstbäume und Beerensträucher erhalten übrigens im Frühjahr einmal Baldrianextrakt. Teilweise spritze Sie dieses Kräuterpräparat, einige Gehölze gießen Sie damit an. Wozu das gut sein soll? Nun, man hat die Erfahrung gemacht, dass es so viel mehr Blüten und damit auch viel mehr Früchte gibt.

Die Himbeeren und Brombeeren erhalten jetzt reichlich Mulchkompost aus dem Thermo - Komposter. Die Erdbeeren mulchen Sie immer mit Stroh, aber erst, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Während der Blüte spritzen Sie die Erdbeeren dann mit Pflanzenstärkungsmittel. Dieses Stärkungsmittel plus Stroh zwischen den Reihen - so haben Sie keine Probleme mit Grauschimmel.

Durch die Gesunderhaltung Ihres Bodens, den Anbau in Mischkultur, eine bedarfsgerechte Düngung, die rechtzeitige Stärkung der Abwehrkräfte, die Anzucht unter Folie und Netz, die Anwendung biotechnischer Fallen, die Schonung von Nützlingen und viele weitere Kulturmaßnahmen, dann haben es Schädlinge und Krankheiten schon mal grundsätzlich schwer, sich in Ihrem Garten auszubreiten. Müssen auch Sie ab und zu zur Gartenspritze greifen. Für alle Fälle sollten Sie deshalb immer ein paar Mittel im Haus haben. Präparate naturgemäßen Ursprungs, versteht sich, ohne schädliche Auswirkungen auf die Umwelt. Ihre Garten-Apotheke sollte wie folgendermaßen bestückt sein:

Biologische Mittel, wie das Raupenspritzmittel und das nützlingsschonende Schädlingesmittel wurden bereits erwähnt. Falls an den Obstgehölzen oder an den Zierpflanzen beißende Insekten auftreten, werden Sie mit Spruzit - flüssig eingreifen. Gegen bestimmte Schadkäfer und Minierfliegen hat sich dagegen das Einstäuben der Pflanzen mit Spruzit-Staub bewährt.

Um welche Präparate handelt es sich hier?

Sie enthalten als Wirkstoff Natur - Pyrethrum, haben sich seit vielen Jahren im Pflanzenschutz bestens bewährt, wirken zuverlässig gegen viele schädliche Insekten, sind bienenungefährlich, werden im Boden und auf der Pflanze schnell abgebaut und gelten im naturgemäßen Gartenbau als die Mittel schlechthin? Ganz richtig? Von „Spruzit - flüssig und Spruzit-Gartenspray ist die Rede. Doch warum schwören eigentlich so viele Gärtner auf diese Spruzit-Präparate? Wahrscheinlich ist es zum einen deren sichere Sofortwirkung gegen die Schädlinge, zum anderen ihr natürlicher Wirkstoff. Mit „Spruzit flüssig können Sie viele saugende und beißende Schadinsekten an Zierpflanzen und Obstgehölzen bekämpfen. Dazu gehören unter anderen Blattläuse, Thripse, Zikaden, Rosenblattwespen, Käfer und Raupen. An Zierpflanzen, ob drinnen oder draußen, hat sich bei diesen Schädlingen auch das „Spruzit-Gartenspray bewährt, ein Pyrethrum - Spray mit natürlichem Treibgas, besonders praktisch für die „kleine Anwendung. Beide Spruzit - Präparate enthalten als wirksame Substanz Natur-Pyrethrum (Pyrethrine; nicht zu verwechseln mit synthetischen Pyrethroiden), gewonnen aus Chrysanthemeblüten. Die Pyrethrine wirken ausschließlich auf das Nervensystem kaltblütiger Lebewesen (insbesondere Insekten). Auch auf Krankheiten sollten Sie bestens vorbereitet sein: Zum Beispiel gegen Echten Mehltau kann Bio Blatt - Mehltaumittel empfohlen werden.

Damit Äpfel und Birnen von Obstschorf verschont bleiben, sind jetzt im Mai regelmäßige Spritzungen mit Netz - Schwefelit unerlässlich. Insbesondere bei anhaltender Blattfeuchte durch Regen und Tau muss ein deckender Spritzbelag von Schwefel vorhanden sein.

Nützling contra Schädling: ein richtiges Naturschauspiel unter der Lupe, sehr interessant, nicht nur für Kinder. Diese biologische Schädlinge ist schon etwas Tolles. Was Blattläuse und Spinnmilben an Topf- und Zimmerpflanzen angeht, überlassen Sie diese immer den Nützlingen. Ebenso die Dickmaulrüßler an Rhododendren. Ohne die nützlichen Nematoden sind Sie hier wirklich aufgeschmissen.

Auch gegen Kartoffelkäferlarven, ebenso wie gegen Raupen von schädlichen Schmetterlingen, gibt es rein natürliche Mittel. Und zwar auf der Basis von Bacillus thuringiensis. Das wirkt enorm schnell, und Sie brauchen keine Angst vor Rückständen zu haben.

Ganz grundsätzlich sollten Gärtner nicht immergleich zur Giftspritze greifen. Gut, um's Spritzen kommt man manchmal nicht herum. Doch lassen sich die meisten Schädlinge und Krankheiten dann auch eben so gut mit naturgemäßen Mitteln und Methoden bekämpfen. Dabei achten Sie vor allem darauf, dass die vielen Gartennützlinge verschont bleiben.

Um möglichst viele von diesen kleinen, kostenlosen Helfern im Garten anzusiedeln, brauchen Sie nur eine Nützlingswiese angelegen. Am Geräteschuppen und in den Bäumen hängen die verschiedensten Nisthöhlen und für die Ohrwürmer Stroh gefüllte Töpfe. In zwei großen Reisighaufen haben sich schnell Igel, Singvögel und viele andere nützliche Kleintiere einquartiert. Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten für Nützlinge bietet vor allem auch eine Naturhecke aus Schlehen, Weiden, Hagebutten, Eberesche, Holunder und Brombeere. Dichtes Gestrüpp, Blüten und Früchte satt - das lockt besonders viele Insekten und Vögel an.

Umwelt- und anwenderfreundlicher als mit Nützlingen kann Pflanzenschutz nicht sein: So gibt es beispielsweise keine Rückstände auf den Pflanzen oder im Erntegut. Wartezeiten bis zur Ernte von Gemüse, Kräutern oder Obst entfallen. Luft, Boden und Grundwasser werden nicht belastet und Ihre Gesundheit wird nicht gefährdet. Und außerdem ist die Ausbringung der Nützlinge sehr schnell erledigt. Wo immer Nützlinge freigelassen werden, kann man die Pflanzen jederzeit berühren, und Kinder müssen nicht ferngehalten werden. Der Nützlingseinsatz ist möglich im Blumenfenster, Wintergarten, Gewächshaus und Folientunnel, bei einigen Arten auch im Freiland.

Nützlinge sind die wichtigsten Helfer im Biogarten. Sie sind die natürlichen Gegenspieler einer ganzen Reihe von Schädlingen, von denen sie leben. So ernähren sich die Marienkäfer und die Schwebfliegenlarven von Blattläusen, Florfliegenlarven fressen viele verschiedene kleinen Insekten. Und auch die nützlichen Bienen dürfen nicht vergessen werden, denn sie erledigen im Obstgarten den größten Teil der Bestäubung. Die Nützlinge, von denen hier gesprochen wird, brauchen aber auch immer einen blütenreichen Garten. Denn die erwachsenen Tiere ernähren sich, im Gegensatz zu ihren Larven, oft von Nektar und Pollen, den sie in den Blüten finden. Wer sich also von den Nützlingen helfen lassen will, der darf in seinem Garten möglichst nur solche Spritzmittel anwenden, die den Nützlingen nicht schaden.

Wie kommt man nur an die Nützlinge? Ganz einfach: Sie gehen zu Ihrem Gartenfachhändler. Natürlich erhalten Sie diese mit ausführlicher Gebrauchsanweisung. Beachten Sie jedoch dass sich ein Einsatz von Nützungen nur dann wirklich lohnt, wenn Sie diesen rechtzeitig vornehmen. Warten Sie also nicht, bis sich die Schädlinge erst einmal massenhaft vermehrt haben, und die Pflanzen bereits stark geschädigt sind. Kontrollieren und reagieren Sie rechtzeitig.

Da ist man jetzt fast nur noch draußen und vergisst dabei ganz die Zimmerpflanzen. Auch hier gibt es Schädlinge, die viel anrichten können. Neben den Thripsen sind es vor allem die Schildläuse und auch die Woll- und Schmierläuse, die an Zimmergewächsen immer mal wieder zum Problem werden. Da dies aber meist nur an den hartlaubigen Pflanzen vorkommt, ist das nicht weiter schlimm. Da hilft schon ein anwenderfreundliches Sprühmittel. Spätestens nach einer zweiten Behandlung, so nach 10-14 Tagen, sind auch die letzten Schädlinge abgetötet. Da das Mittel nützlingsschonend ist, steht einer Verwendung auch bei den Balkon- und Terrassenpflanzen nichts im Wege.

Kennen Sie diese kleinen, länglichen, weißen Hüpfer, die beim Gießen auf der Topferde herumspringen? Solche Springschwänze schleppt man sich z. B. beim Pflanzen ein, und ruckzuck hat man alle Töpfe auf der Fensterbank voll davon. Hier ist zu einer Lösung zu raten, und die betroffenen Pflanzen mit der Lösung an zu gießen.