Im Staudenbeet erfreuen Ihnen die Herbstanemonen und Astern, der Eisenhut und meterhohe Sonnenblumen. Der Rittersporn blüht schon
zum zweiten Mal. Einige Staudenpflanzen sind so groß geworden, dass sie jetzt nach der Blüte geteilt werden sollten.
Auch die Balkonkästen und die Kübelpflanzen auf der Terrasse haben noch nicht ausgeblüht. Hoffentlich überrascht Ihnen nicht der
erste Frost, bevor Sie alles ins Winterquartier gestellt haben. Besonders empfindlich sind Ihre Margeritenbäumchen und die Schönmalve.
Den Oleander holen Sie erst im Oktober rein.
Von den Geranien und den Fuchsien schneiden Sie jetzt wieder Stecklinge. Als Vermehrungssubstrat nehmen Sie Kokohum und mischen
etwas Bodenhilfsstoff unter, dann ist die Bewurzelung besser. Die Begonien und Dahlien nehmen Sie aus der Erde, wenn die Triebe welken.
Erde wegbröckeln. Triebe abschneiden und einige Tage trocknen lassen - dann kommen die Knollen in eine Kiste mit leicht angefeuchtetem
Kokohum in den Keller.
Zu den schönsten Herbstpflanzen zählt das Heidekraut. Von September bis in den Dezember hinein blüht auf dem Balkon die Topfheide,
die frostharte Winterheide sogar bis zum Frühjahr. Dabei sei zu bemerken, dass die Tulpen- und Krokuszwiebeln noch in die Balkonkästen
gelegt werden muss, damit es im Frühling schön bunt auf dem Balkon wird.
Noch immer sind Sie mit der Obst- und Gemüseernte beschäftigt. Neben Äpfeln und Brombeeren, Kohl, Bohnen, Zwiebeln und Kartoffeln
gibt es noch süßen Zuckermais und saftige Tomaten. In Ihrem Tomatenhaus reifen die Früchte voll aus. Wenn Sie mit dem Aussäen von Feld-
und Schnittsalat, Knoblauch und den Winterzwiebeln fertig sind, können Sie noch Rhabarberstauden pflanzen. Auf keinen Fall sollten Sie
jetzt die Raupenleimringe um die Obstbaumstämme vergessen zu legen, und die Wühlmausfänger aufzustellen.
Im naturgemäßen Gartenbau gibt es immer wieder neue Erkenntnisse und neue Produkte. Es gibt aber auch altbewährte Standardverfahren.
So zum Beispiel das Anlegen von Leimringen gegen Schädlinge, die an Baumstämmen von Obst- und Ziergehölzen kriechen oder Eier ablegen.
Verwendet werden hierzu die beleimten, gebrauchsfertigen Raupenleimringe.
Raupenleimringe dienen vor allem der Bekämpfung des Kleinen und Großen Frostspanners. Der Schaden zeigt sich dadurch, dass die
Blätter lochartige Fraßlöcher zeigen. Das zeigt sich einige Jahre ziemlich schlimm. Legen Sie die Leimringe Ende September um die Stämme.
Nach den ersten Nachtfrösten, also ab Anfang Oktober, schlüpfen nämlich die ersten Falter im Boden aus ihren Puppen. Die Weibchen
besitzen nur Stummelflügel und können nicht fliegen. Da sie aber ihre Eier nur in den Baumkronen ablegen, müssen sie am Baumstamm
hochklettern. Dabei bleiben sie am Leimgürtel haften. Auch die Anbindepfähle sollten Sie mit einem Leimstreifen versehen, und zwar
unterhalb der Stammanbindung.
Im Frühjahr und Sommer sind Raupenleimringe ein zuverlässiges Mittel zur Abwehr von Ameisen an Obstbäumen, an denen Blattlausbefall
durch Ameisen gefördert wird. Zum Nachbeleimen von Raupenleimringen nehmen Sie Insektenleim. Sie können diesen Spezialleim auch als
Leimbarriere auf einen ca. 10 cm breiten Streifen aus Klebeband (z.B. Malerband) auftragen, nachdem Sie diesen zuvor um den Stamm
gewickelt haben.